Onlinemarktplatz will Geldanlage demokratisieren

In den letzten Wochen stellte der Kurs von Kryptowährungen wie Bitcoin erneut Rekorde auf – starke Preisschwankungen gehören aber zum Alltag. Der neue dezentrale Internetmarktplatz „Swarm“ (Schwarm(-Intelligenz), www.swarm.fund) möchte letzteres ändern und zugleich das Geldanlegen demokratisieren.

Mit einer genossenschaftsähnlichen Struktur sollen nach dem „Liquid Democracy“-Konzept alle Nutzer bzw. Anteilshaber mitentscheiden können, wie Swarm Fund verwaltet wird und welche Tokens, „Smart Contracts“ bzw. Kryptowährungen auf der Plattform gehandelt werden – einzeln und als kontinuierlich optimierte Unterfonds.

Swarm möchte damit einen entscheidenden Beitrag leisten, um die Marktkapitalisierung der gesamten „Kryptoökonomie“ von derzeit ca. 136 Mrd. Euro (entspricht etwa dem Börsenwert von IBM oder SAP) auf über 1 Billion US-Dollar anzuheben. Dazu wird eine grosse Anzahl von reellen Werten auf der Swarm-Plattform als rund um die Uhr handelbare Token abgebildet werden – einschliesslich Anlagemöglichkeiten, die normalerweise Kleinanlegern nicht zugänglich sind, wie z. B. bestimmte Immobilienprojekte und Kunstinvestments.

Der dezentrale, auf der sog. Blockchain-Technologie bzw. dem „Weltcomputer“ Ethereum basierende Marktplatz wurde vom Kryptowährungspionier Joel Dietz, dem seriellen Entrepreneur Philipp Pieper (beide trafen sich kürzlich mit dem Forbes-Autor Giovanni Rodriguez) und dem Fintech-Investor Timo Lehes gegründet. Der ganzheitlich ausgerichtete Dietz hat u.a. an mehreren Ethereum-Projekten mitgewirkt und schätzt die Berliner Bitcoin- und Startup-Szene, lebt aber in Nähe des Swarm-Hauptbüros im Silicon Valley. Eine europäische Niederlassung in Berlin ist geplant.

Auch der europäische Erfinder des ursprünglichen, 2004 auf dem European Social Forum vorgestellten Liquid-Democracy-Konzeptes wirkt bei Swarm mit. „Die deutsche Piratenpartei schaffte es mit Liquid Democracy einmal zu bundesweiten Umfragewerten von 13%; meine Vision einer „Liquid Society“ beinhaltete aber auch die Verbesserung der Entscheidungsfindungsprozesse und Teilhabe beteiligter Menschen in Firmen und Organisationen jeder Art“, begeistert sich Bitcoin-Experte und „Kryptoökonom“ Christian Jacken über die „Liquid Governance“ von Swarm.

Ab September ist es möglich, Swarm-Anteile (Tokens) im Rahmen eines Vorverkaufs und eines Initial Coin Offering (ICO) zu erwerben. Während dies mittels der Kryptowährung Ethereum direkt bei Swarm erfolgen kann, sind Zeichnungen in anderen Währungen über die Bitcoin Suisse AG möglich. Bei vergangenen ICOs wurde oftmals das Angebot knapp und die Anteile gewannen stark an Wert – beispielsweise weisen die Kryptostartups Augur und der Swarm-Partner Gnosis aktuell eine Marktkapitalisierung von 265 und 176 Mio. USD auf. Ein wesentlicher Vorteil der Swarm-Plattform ist die klare Trennung zwischen den aktuell zum Verkauf stehenden „Utility-Token“ und sog. „Wertpapier-Token“, womit rechtliche Probleme in verschiedenen Ländern wie den USA und China[8][9] vermieden werden sollen. Weitere strategische Partner von Swarm sind ARAGON, OTONOMOS, Bitwala, Agentic Group, WINGS und Distributed Lab.

Ein wesentlicher Teil von Swarm bildet das Reputationssystem, denn dank offener Schnittstellen und der meisten Daten kann jede Person oder auch Künstliche Intelligenz (KI) Nutzerkonten erstellen und die Zuverlässigkeit und Kompetenz anderer Nutzerkonten bewerten. Auch automatische Investitionsbewertungen, -Entscheidungen und -Umschichtungen werden so möglich. Technologien wie Big Data und KI, welche im Finanzbereich früher nur Grossinvestoren zur Verfügung standen, werden dadurch „demokratisiert“. Gebühren werden nur in kostendeckendem Rahmen erhoben (Genossenschaftsmodell). Als Mischform zwischen direkter und repräsentativer Entscheidungsfindung bietet Liquid Democracy den Nutzern die Möglichkeit, bei jeder Fragestellung selbst abzustimmen oder beispielsweise Experten zu folgen, die auf Grund ihrer einsehbaren Entscheidungen der Vergangenheit eine hohe Reputation geniessen.

Swarm glaubt an die Überlegenheit der auch von Banken zunehmend genutzten Blockchain-Technologie, an das Empowerment von Kleinanlegern, an die immer stärkere Individualisierung von Finanzdienstleistungen und an die Überlegenheit dezentraler Schwarmintelligenz gegenüber den heute überwiegenden zentralisierten Entscheidungsfindungsprozessen. Eine neue Revolution in der Finanzwelt hat begonnen!

Quelle: Swarm Fund

Website: http://www.swarm.fund / Twitter: https://twitter.com/TheSwarmFund / Facebook: https://www.facebook.com/swarmalliance / Blog: https://swarm.fund/blog